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06.07.2016

Heja Heja Henrik!

Noch bevor der erste Ball im Gut Lärchenhof bei Köln während der 28. BMW International Open geschlagen wurde, waren diese bereits am Dienstagabend in vollem Gange. Den glamourösen Auftakt der Turnierwoche machte die TEE-OFF-NIGHT in der Düsseldorfer Meerbar direkt am Rheinufer.

TEE-OFF IN DER MEERBAR
Neben den Schauspielgrößen Anna Loos, Natalia Wörner, Jan Josef Liefers, Hannes Jaenicke, Daniel Roesner und Armin Rohde, den Comedians Bernd Stelter und Oliver Pocher gaben sich auch Handballstar Stefan Kretzschmar, Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl und Tennis-Ass Philipp Kohlschreiber ein munteres Stelldichein. Nach einem Showmatch für einen guten Zweck wurde zusammen mit den Top-Pros um u.A. Miguel Angel Jiménez, Sergio Garcia und Henrik Stenson natürlich auch das EM-Spiel Deutschland gegen Nordirland verfolgt. Und nachdem sich die Löw-Elf mit 1:0 durchgesetzt hatte, wurde bei umfangreichem BBQ und jeder Menge erfrischender Drinks noch zünftig gefeiert. Der Startschuss zur 28. Auflage der BMW International Open war auf jeden Fall höchst gelungen und konnte auch von ein paar kleinen Regenschauer nicht vermiest werden.

DANNY MEETS KLOPPO
Mit von der Partie in der Meerbar war natürlich auch der große Star des Turniers Danny Willett, der sein erstes persönliches Highlight der Woche schon hinter sich hatte. Als der Masters-Sieger dieses Jahres nämlich am Vormittag in Düsseldorf per Privatjet gelandet war, wartete kein Geringerer als Liverpool-Coach Jürgen Klopp, um den Engländer in Empfang zu nehmen. „Das war wirklich eine schöne Überraschung. Er ist mit seiner Familie in den Urlaub geflogen, ich kam gerade in Düsseldorf an. Ich war in diesem Jahr schon einige Male an der Anfield Road. Ihn jetzt persönlich zu treffen und ein bisschen zu reden, hat Spaß gemacht. Er ist eine inspirierende Persönlichkeit. Wir haben nur über Fußball geredet. Hoffentlich bringt er die Mannschaft in der nächsten Saison noch weiter nach vorn“, freute sich Willett, der ein glühender Fan der „Reds“ ist, über das spontane Treffen.

STARFLIGHT SIEGT BEI PRO AM
Zusammen mit seinen Spielerkollegen hieß es für den Masters-Champ dann bereits am Mittwoch beim Pro-Am abzuschlagen, bei dem sich der Starflight um Pro Bernd Wiesberger nebst Ralph Hasenhüttel, Jan Josef Liefers und Stefan Kretzschmar den Tagessieg holte. „Wir hatten eine sehr witzige Runde und an einem Loch sogar ein kleines Duell Österreich gegen Deutschland – und Wiesberger hat’s entschieden für die Österreicher“, so Stefan Kretzschmar, der sich genau wie seine Amateurkollegen höchst beeindruckt von dem Spiel der Profis zeigte.

EINGELOCHT
Beeindruckend war dann auch der Schlag, der Richie Ramsay am ersten Turniertag auf Bahn 16 (177 Meter, Par 3) gelang. „Schon als der Ball in der Luft war, dachte ich: Auto! Aber ich habe nichts gesagt, denn das hätte sicher Pech gebracht. Und dann verschwand der Ball im Loch“, ließ Ramsay seinen Traumschlag zum Hole-in-One dann noch einmal Revue passieren, für den es dann schließlich auch eine gewaltige Belohnung gab. Denn an just der 16. Bahn war für das ers­te Ass der BMW M760Li xDrive im Wert von über 170.000 Euro ausgelobt worden, den der Schotte natürlich dankend entgegennahm. Mit dem späteren Ausgang des Turniers hatte Richie Ramsay (T56, +2) zwar dann nichts mehr zu tun, er wird seinen Traumschlag aber wohl noch eine ganze Weile in Erinnerung behalten. Genauso wie Sergio Garcia, dem das Kunststück eines Hole-in-Ones nur einen Tag später an Loch 11 gelang. Für die 1 an diesem Par 3 gab es allerdings kein Auto, sondern einen Sonderpreis von Mitsponsor Hilton. Im Gegensatz zu Mitstreiter Ramsay spielte Sergio auch während der ganzen Turnierwoche deutlich solider und wurde am Ende immerhin geteilter Fünfter.

WIESL IN DEN TOP 10
Genauso wie Garcia landete auch Bernd Wiesberger nach einer soliden Vorstellung in den Top 10. 9 unter Par bedeuteten am Ende den geteilten siebten Rang für den Pro-Am-Sieger, der sich in aufsteigender Form präsentierte. Um ebenfalls unter den besten Zehn zu landen, fehlten dem besten Deutschen im Feld Bernd Ritthammer am Ende nur zwei Schläge. Am Schluss belegte Ritthammer mit 6 unter Par den geteilten 16. Rang, während Tourveteran Alex Cejka sich mit dem Österreicher Lukas Nemecz auf dem 45. Platz einreihte. Für positive Schlagzeilen während des Turniers sorgte die deutsche Nachwuchshoffnung Jeremy Paul, der als Amateur den Einzug ins Wochenende schaffte und nach vier absolvierten Runden auf T56 landete.

GROSSE NAMEN SCHEITERN
Enttäuschend verliefen die BMW International Open hingegen für Lokalmatador Marcel Siem, der mit vier Birdies auf seinen ersten elf Bahnen noch verheißungsvoll in das Turnier gestartet war. Danach verlor Marcel aber völlig den Faden und landete bei seinem Heimturnier letztendlich weit abgeschlagen im hinteren Feld. Doch nicht nur der Ratinger verfehlte die Qualifikation fürs Wochenende. Auch Max Kieffer, Publikumsliebling Miguel Angel Jiménez und Masters-Sieger Danny Willett hatten nach durchwachsenem Spiel eine Startzeit für Samstag verpasst.

REGENÜBERFALL
Dabei war an Golfen dann am dritten Turniertag sowie so gar nicht mehr zu denken. Der Himmel öffnete seine Pforten und überschwemmte Gut Lärchenhof mit solchen Wassermassen, dass die Samstagsrunde schon nach wenigen Stunden abgebrochen werden musste und die Veranstalter wenig später jegliche Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des Spiels einstellten. Nix ging mehr und somit erwartet die Aspiranten auf den 28. Titel der BMW International Open für den Sonntag ein Mammutprogramm.

SPANNENDES FINALE
Zum großen, aber auch verdienten Glück zeigte der Wettergott für die „zweifache“ Finalrunde ein Einsehen und sich somit von seiner gemäßigten Seite. Und so bekamen die Zuschauer, die in der Woche mit insgesamt 58.500 Besuchern sehr zahlreich erscheinen waren, zum Abschluss noch jede Menge tolles Golf geboten. Den Sieg sollten am Ende Topstar Henrik Stenson, der Youngster Thorbjorn Olesen (DEN) und Darren Fichardt aus Südafrika unter sich ausmachen. Während sich die beiden Skandinavier zu Beginn ihrer vierten Runde noch etwas schwer taten, spielte sich Darren Fichardt Schlag um Schlag nach vorne und vergab seine Chance auf den Titel erst mit einem späten Schlagverlust auf der 18. Olesen verlor Mitte der Runde mit zahlreichen Bogeys den Faden und konnte den entstandenen Schaden auch mit zwei späten Birdies nicht mehr wettmachen. Und so krönte sich Henrik Stenson, der 2014 und 2015 den zweiten Platz belegt hatte, am Ende zum verdienten Champion mit drei Schlägen Vorsprung auf Olesen/Fichardt. Für den „Iceman“ war es nach 2006 der zweite Sieg bei den BMW International Open, der erste im Gut Lärchenhof.

LIEBLINGSTURNIER
„Zweimal in Folge bin ich nur Zweiter gewordern, daher schmeckt­ dieser Sieg besonders süß. Nach dem Turnier in Schweden ist das hier ein zweites Heimspiel für mich. Ich habe eine besondere Beziehung zu den BMW International Open und zu den deutschen Fans. Ich spüre die Unterstützung in jeder Minute und das ist großartig“, freute sich Stenson sichtlich über seinen erneuten Sieg und konnte nebenbei in eine ganz exklusive Gruppe vorstoßen. Neben dem Amerikaner Paul Azinger (1990 und 1992), dem Dänen Thomas Björn (2000 und 2002) und dem Spanier Pablo Larrazábal (2011 und 2015) ist Stenson nun der vierte mehrfache Champion in der Turnierhistorie.

(von Hubertus tho Rahde)


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